APS UAR

Einleitung

“Eine PDR und eine AUG hatten was miteinander und das kam dabei raus.”
“Schickes Teil.”
“Gott ist das Ding hässlich. Und hat noch nicht mal ein reales Vorbild.”

So oder ähnlich konnte man in den letzten Tagen in einigen Foren lesen, als die UAR als Neuigkeit bei einem deutschen Händler vorgestellt wurde. In den letzten Wochen kam es recht selten vor, dass ich bei einer Neuankündigung auf den Link geklickt habe, aber die Bezeichnung UAR machte mich dann doch irgendwie neugierig. Denn etwas Kleines und Kompaktes wollte ich mir noch anschaffen, allerdings mit dem Namen PDR.

Die PDR schaffte es dann tatsächlich nach Deutschland, allerdings zu einem stolzen Preis, den ich für eine Spaßmaschine nicht unbedingt bereit bin, zu zahlen. Denn mehr wird sie für mich erst einmal nicht sein. Aber abwarten. So klickte ich also auf “bestellen” und eine schwarze (auch in Tan erhältlich) UAR war nach einigen Tagen Bearbeitungszeit auf dem Weg zu mir.

Die UAR an sich hat kein reales Vorbild. In verschiedenen Foren liest man, dass RS Hersteller Interesse an dem Design bekundet haben. Für mich war dies kein Kaufgrund. Mir gefiel sie einfach, der niedrige Preis, die Ausführung für Links- und Rechtsschützen, sowie die Kompatibilität mit M4 Magazinen taten ihr Übriges.

Als ich den Umkarton öffnete, sah ich mich einem ansprechend gestalteten schwarzen Karton mit den Logos der Hersteller APS und Hokkatsu und dezent mit dem Aufdruck UAR bedruckt gegenüber. Der Karton an sich verfügt über eine Trageschlaufe, sodass man ihn wohl als Transportbehältnis verwenden könnte. In Deutschland haben wir diese Option allerdings nicht.

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Ansprechend designte Verpackung

Die UAR ist mit vier geformten Pappteilen im Inneren des Kartons fixiert. Wackeln kann es hier nur minimal. Die beiden Magazine sind in einem eigenen Karton untergebracht und dort nochmals voneinander durch eine Pappe getrennt, sodass sie beim Transport keinen Schaden nehmen. Daumen hoch!

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Gut im Karton gesichert geht sie auf die Reise.

Doch nun zum eigentlichen Thema dieses Reviews: Der Urban Assault Rifle

Spezifikationen

  • System: sAEG, Semi
  • Gearbox: V3 mit 7mm Kugellager
  • Länge: 64cm
  • Breite: 7cm
  • Höhe: 20cm
  • Gewicht: ca 2,7kg ungeladen
  • Energie: 1,1J (Händlerangabe)

Lieferumfang

  • UAR
  • Anleitung
  • Zwei MidCaps (150er)
  • QD Sling Mount
  • Päckchen BBs
  • Reinigungsstab

Die Anleitung möchte ich hier besonders hervorheben, denn hier merkt man, dass sich APS Mühe gegeben hat um sie verständlich zu verfassen. Jeder Schritt, sei es jetzt das Wechseln der Feder oder das Auswerfen eines Magazins ist für jede notwendige Tätigkeit mit einem Bild und einem kurzen Text beschrieben.
Besonders gut hat mir aber die Schritt für Schritt Anleitung zum Zerlegen der UAR gefallen, bis man die Gearbox als einzelnes Teil vor sich liegen hat. Das habe ich so bei noch keiner Airsoft gesehen.

Erster Eindruck
Der erste Eindruck war überraschend, denn ich hatte sie mir doch etwas kleiner vorgestellt. Ihre Länge liegt bei etwa 64 Zentimetern. Hat man sie aber im Anschlag und vergleicht das beispielsweise mit einer M27 IAR, merkt man deutlich den Unterschied und sie kommt einem wirklich klein vor. Ungeladen und ohne Akkus wiegt die UAR 2700 Gramm.

Gehäuse
Das Gehäuse der UAR besteht aus einem stabilen Polymer mit einem leichten rauen Finish. Ein leichter Glanz ist da, aber nicht übermäßig. Nach einigen Spielen dürfte sich das geben. Der Body selbst ist sehr stabil, da innen ein Metallrahmen für weitere Stabilität sorgt. Beim Drucktest mit einem Finger gab das Polymer nicht nach, sondern behielt seine Form bei. Man erkennt die Naht zwischen den beiden Gehäusehälften, allerdings sind keine Spalten erkennbar. Sie schließen bündig aneinander.

Die UAR lässt sich nach Entfernen von drei Pins und des Flash Hiders zerlegen, um an die einzelnen Komponenten zu kommen. Zusätzlich kann nach Lösen einer Schraube die Gearbox entnommen werden, was sie sehr wartungsfreundlich macht. Erfahrungswerte dazu folgen, sobald ich mich aufraffen kann, sie zu demontieren.

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Bild wurde mit Blitz aufgenommen. In Natura glänzt der Body nicht so stark

Markings
Markings sind sehr dezent aufgebracht. Auf der Unterseite hinter dem Magazinauswurf erfährt man, dass APS China die UPR hergestellt hat und ein Patent läuft. Auf der rechten Seite des Fakebolts steht die Kaliberangabe, eine Seriennummer und ein kleines UAR Logo. Leider verschwinden diese, wenn man den Hülsenauswurf auf die linke Seite setzt. Der Importeur, die Kaliberangabe und das F sind sehr dezent (in meinen Augen fast schon zu dezent) am Upper eingraviert.

Auslegung für Links- und Rechtsschützen und Handling
Ein besonderes Schmankerl für Linksschützen wie mich, ist die vollstände Auslegung für die beidseitige Benutzung. Denn jede Seite des verfügt über einen FIreselector und einen Magazinauswurf. Diese sind bequem mit dem Triggerfinger zu erreichen. Ein Dritter Magazinauswurf befindet sich direkt am Magazinschacht. Leider steht er nicht etwas aus dem Gehäuse heraus, sondern schließt bündig ab, was ihn schwer benutzbar macht.
Weiterhin kann der Durchladehebel durch Abnehmen der Wagenauflage und Umstecken einer Abdeckung, sowie des Hebels selbst wahlweise links oder rechts montiert werden. Entgegen Aussagen aus englischsprachigen Reviews sitzt die Wangenauflage bei mir stramm an und löst sich nicht so leicht.

Das Hopup liegt unter einem Fakebolt. Dieser rastet beim Zurückziehen des Durchladehebels ein, sodass Einstellungen ohne Probleme mittels eines Schiebers vorgenommen werden können. Ein Knopf auf der Oberseite der Wangenauflage lässt den Fakebolt mit einem satten „Klack“ wieder nach vorne schnellen.

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Geöffneter Patronenauswurf. Hinter dem Kabel befindet sich das Hop Up. Die Einstellung erfolgt über einen Schieber und nicht über ein Einstellrad.

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Wangenauflage mit Abdeckung des rechten Hülsenauswurfes und oben am hinteren Gehäuseteil der Knopf für den Boltrelease

Der erste Eindruck beim Umgang mit der UAR war sehr gut. Sie ist intuitiv zu bedienen und man erkennt genau, welcher Knopf was tut. Die beidseitige Ausführung tut ihr Übriges. Ohne Akku fühlt sie sich etwas hecklastig an, mit Akku gibt sich dieses Gefühl etwas und es wird ausgeglichener. Die UAR mit einer Hand zu halten ist kein Problem. Die Schulterstütze ist mit einer Plate aus Gummi ausgestattet und lässt sie nicht so leicht abrutschen.

Der Pistolgrip sieht durch die Formgebung etwas ungewohnt aus, liegt aber sehr bequem in der Hand. Im Pistolgrip selbst ist ein kleines Aufbewahrungsfach untergebracht, dass zwei CR123 Batterien aufnehmen kann oder für kleineres Feldwerkzeug genutzt werden kann. Der Triggerguard ist für die Benutzung mit Handschuhen extra größer ausgeführt, wie man es beispielsweise von M4 mit montiertem Magpul Trigger Guard kennt.

Das in meinen Augen durchdachte Konzept sorgt dafür, dass sie angenehm im Anschlag gehalten werden kann (Wenn man von der gefühlten Hecklastigkeit etwas absieht.).

QD Slingmounts
Die mitgelieferte QD Slingmount findet an den insgesamt vier QD Halterungen für Slingösen seinen Platz. Am Gehäuse befindet sich eine auf jeder Seite hinter dem Magazinschacht und jeweils eine an der linken und rechten seitlichen Railschiene.

Rails
In Zeiten, in denen es sogar schon Kaffeetassen mit Railschienen gibt, dürfen sie an der UAR natürlich nicht fehlen. Sie verfügt über vier davon mit einer Breite von 20mm. Diese bestehen wie der Body aus Polymer. Die Seitlichen sind mit Schrauben am Body montiert, die Obere und Untere direkt an das Gehäuse gegossen. Sie sind sauber verarbeitet und bieten Platz für allerlei Zubehör.

Flash Hider
Der Flash Hider der UAR ist aus Metall gefertigt und wird mit einer Madenschraube an der Unterseite gesichert. Es handelt sich hierbei um ein 14mm Gewinde, sodass man z.B. einen QD Silencer mit passendem Flash Hider anbringen kann. Hierbei ist zu beachteten, dass der Lauf (übrigens ein 6.04er mit M4 Länge) bis zum Ende des montierten Flash Hiders geht. Er kann bei einem Anderen also herausstehen.

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Flash Hider und Gasabnahme, die gleichzeitig die Abdeckung des Akkufachs ist.

Akkufach
Das Akkufach befindet sich über dem Lauf im Gehäuse. Um an das Fach heran zu kommen muss die vordere Abdeckung mit der Fake Gasabnahme abgenommen werden. Hierzu müssen die beiden in den vorderen Schlitz eingerasteten Nasen zusammen gedrückt werden. Selbst mit schmalen Fingern ist dies nicht ganz einfach.

Das Akkufach fasst einen 9,6V Stick Type. Dieser passt gerade so rein und muss bis ganz zum Ende geschoben werden, da es sonst mit Steckern und der Abdeckung eng wird.

Fireselector
Der Fireselector ist so eine Sache. Das Einrasten auf die Position (Safe, Semi, FA) funktioniert meiner Meinung nach nicht so recht. Beispielsweise hat man die Position Semi eingestellt und will auf Safe wechseln. Beim Erreichen der Position FA hört man kein Klacken, zwei Millimeter weiter klackt es dann.
Der Feuermodus wird nicht mit Patronennachbildungen, sondern dem stilisierten Hokkatsu Logo angezeigt. Hier wären mir Patronen lieber gewesen. Eine farbliche Kennzeichnung sucht man vergebens.

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Der Fireselector. Piktogramme von Patronen gibt es hier nicht.

Magazine und der Magazinschacht

APS liefert zwei 150er Mid/High Caps mit unten liegendem Einstellrad mit. Diese haben leichte Ähnlichkeit mit den bekannten PMAGs und bestehen aus dem gleichen Material wie der Body. Auch hier hat man einen leichten Glanz, aber auch das angenehme rauhe Finish. Anfangs sitzen die Schieber zum Befüllen etwas stramm und lassen sich nur schwer bewegen. Sie feeden in der UAR einwandfrei. Leerschüsse hatte ich keine.

Auf Grund der Konstruktion des Magazinschachtes ist nur die Verwendung der mitgelieferten Magazine und von High-Caps möglich. Nach einer kleinen Modifikation, in der ein Stück vom Inneren weg genommen wird, sollten auch andere Magazine passen. Ich werde Erfahrungen hierzu nachreichen, sobald ich sie habe.

Die Magazinverriegelung klackt beim Einlegen nicht so deutlich wie beispielsweise einer M4 oder 416. Hier fragt man sich öfter, ob es jetzt verriegelt hat oder nicht. Auch wenn die akustische Rückmeldung fehlt: Die Magazine sitzen nach dem Einschieben fest, herausgefallen ist mir noch keines.

Federschnellwechselsystem und die Performance
Überall liest und hört man, dass die UAR über ein Federschnellwechselsystem verfügt. In der Tat, das tut sie. Der Importeur hat sich hier nur etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Er hat den Springguide mit einem Bolzen (Sieht eher aus wie ein Nagel) gesichert und dafür ein Loch in die Gearbox gebohrt. Aus diesem Grund ist auch die im Ausland im Lieferumfang enthaltene zweite Feder nicht dabei.

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Der Bolzen/Nagel am Springguide

Das Ansprechverhalten mit einem 7,4V LiPo oder einem 9,6V NIHM finde ich sehr gut. Der Zyklus wird direkt beim Triggern begonnen und sauber abgeschlossen. Selbst nach sechs Magazinen (Und langsam ermüdendem Triggerfinger) konnte ich sie nicht zum Jammen bringen.

Der Madbull Chroni sprach direkt aus der Box 0,93J bzw. 320fps im Mittel mit Madbull Precision 0,20 BBs.
Die Reichweite konnte ich bisher noch nicht ermitteln. Sobald ich hierzu Erfahrungen habe, werde ich diese ergänzen.

Langzeiterfahrungen und Handling im Spiel
Langzeiterfahrungen und Infos zum Handling im Spiel habe ich natürlich noch keine sammeln können. In der nächsten Zeit wird sie aber zum Einsatz kommen und das Review wird damit erweitert werden.

Mein Fazit
Ich persönlich mag die Kleine. Für mich die ideale Spaßmaschine, wenn man etwas Kompaktes sucht und vorhandene M4 Magazine verwenden will (Nach erfolgter Modifikation). Das es für sie kein reales Vorbild gibt, stört mich nicht im Geringsten. Man merkt, dass sich APS/Hokkatsu hier wirklich Gedanken gemacht und nicht einfach etwas zusammen geschraubt hat. Die Mühe, die sich gegeben wurde merkt man auch an den kleinen Details wie einer guten Anleitung. Ich freue mich auf das erste Spiel mit der Urban Assault Rifle von APS.

Magnox

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